1. Wie wichtige ist den Konsumenten der Kontakt zur Marke?

    Kann ich damit den fehlenden Facebook-Personaltimeline-Effekt kompensieren?  Diese Frage wird eine entscheidende sein für das deutsche >Startup Croking, in der Konsumenten direkt Fragen an die Marken richten können.

    David von der Leyen zur Abgrenzung zu Facebook in einem >Interview mit dem WebMagazin:

    "… Facebook wurde für das Privatleben seiner Nutzer geschaffen und hat diese Rolle zur Perfektion gebracht. Jedoch hat es damit automatisch die Funktionen in Bezug auf Interaktion mit Marken limitiert. Zum Beispiel können Beiträge nicht negativ bewertet werden, da Facebook sonst Mobbing Tür und Tor öffnen würde. In Bezug auf Marken ist es jedoch sehr wichtig zu wissen, ob die Leute einer Meinung oder Idee zustimmen oder sie ablehnen. Funktionen wie diese bieten wir auf Croking.”

    Genauso wichtig aus meiner Sicht: Wie kann man vermeiden, dass nur die ewigen Nörgler dort stattfinden?

    Croking setzt auf Interesse bei beiden Seiten, Konsumenten und Marken. Konsumenten können Fehler und Anregungen melden, Unternehmen können Ideen und Konsumenten-Insights bekommen, antworten und ihren Standpunkt klar machen. Wie das funktioniert, >zeigt Croking hier.

    Wessen Meinung und Kommentare wichtig sind, bestimmen die anderen Nutzer mit einer Bewertung der Posts und Kommentare.

    So wirbt Croking um Mitglieder: 
    Share experiences. Become influential. Inspire brands.

    Um Inhalte zu sehen, muss man Mitglied sein und sich einloggen.

    Die neue Zeichenanzahl: 300. Fast doppelt so viele wie bei Twitter. 

    Sollte man mal im Auge behalten.

  2. Crowdfunding für Anzeige in der NYT

    Diese Aktion ist gleich in mehreren Aspekten spannend: 

    Mit dem Aufruf in der Online-Crowdfunding Plattform (>indiegogo.com)

    "What is Happening in Turkey? 
    People of Turkey have spoken: We will not be oppressed! Millions are outraged by the violent reaction of their government to a peaceful protest aimed at saving Istanbul’s Gezi Park. … 

    hat ein Kampagnenteam Geld gesammelt für eine Anzeige in der NYT oder Washington Post. Soviel vorab: das ist gelungen.

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    Was ist also bemerkenswert an dieser Aktion:

    • Die Online-Crowd kauft sich mit einer ganzseitigen Anzeige Aufmerksamkeit in einer der größten und renommiertesten Zeitung der westlichen Welt
    • Der Betrag wurde nicht mit Großbeträgen von Lobbyisten gesammelt, sondern mit Kleinstbeträgen von über 2.500 Spendern (Strand 6. Juni 2013) mittels einer Online-Crowdfunding Plattform (>indiegogo.com)
    • Die Abstimmung über das Anzeigenmotiv wurde im Netz tranparent vorgenommen (> sites.google.com)
    • Als Plattform für die Bilder, mit denen sich die türkischen Bürger über die Ereignisse informieren können, haben die Organisatoren Tumblr gewählt. Bei den arabischen Protesten war das noch Facebook. Vielleicht ein weiteres Indiz für die Probleme von Facebook als die umfassende Plattform.

    Drei User starten auf einer Crowdfundingplattform einen Aufruf. Am Ende steht eine Anzeige in der NYT. Das Internet mag eine Menge Fragen aufwerfen. Ein Gutes hat es auf jeden Fall: Herrn Erdoğan und Anderen macht es Probleme, weil es ihnen das Medienmonopol nimmt. Und das ist gut so.

  3. Vergreist Facebook (III)? Oder: tumblrst Du schon oder facebookst Du noch?

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    Und wieder mal hat Facebook ein Problem. Meinen zumindest einige. Ich meine: Ältere Nutzer zu haben, muss nicht unbedingt ein Nachteil sein fürs Business. Die spannende Frage ist: Müssen auch die Jüngeren in Facebook bleiben, um Tuchfühlung zu Freunden zu halten.

    Was stimmt: Tumblr macht mehr Spaß, wenn man Anderen etwas zeigen möchte. Mit Instagram kann man schnell und stylisch Fotos pimpen. Mit Twitter kann man viel sagen. Und verfolgen und verfolgt werden.

    Wichtig für Facebook wird sein, ob es das Netzwerk die Plattform ist, die integriert, bei der man – zumindest auch – sein muss, um nichts zu verpassen und in der die Nutzer miteinander verknüpft sind. Wichtigster Baustein dafür ist immer mehr das Medium “Mobile”, >bei dem Facebook mit f-home jetzt durch eine Kooperation mit dem SmartPhone-Hersteller HTC punkten will.  

    Auch spannend: Warum hat Google es nicht geschafft, sowas wie Tumblr zu platzieren?

    Es bleibt also spannend.

    (Quelle: holgerschmidt)

  4. Post an Obama: Appell gegen Todesstrafe aus dem Jenseits

    Eine schöne Idee. Mit einem einfachen, aber wirkungsvollen Mittel: Aus den handschriftlichen Zeilen von  >Troy Davis, der 2011 trotz zweifelhafter Beweislage in den USA hingerichtet wurde, machte das Team von Serviceplan Campaign einen Web-Font, mit dem Gegner der Todesstrafe direkt an Präsident Obama ihre Appelle zur Abschaffung der Todesstrafe schreiben können.

    Das Verfassen des Briefs in der Schrift eines Hingerichteten schafft Verbindung – wenn man es zulässt. Schön auch die Linie, die jeder beim Lesen individuell zieht, um die Seite zu scrollen. 

    Hier der Link zur Kampagnenseite:  >www.troydavisisalive.org 

    —-
    Wenn jemand ein gutes Beispiel für Online-Werbeformen findet & filmt, freue ich mich auf einen YouTube-Link zur Video-Datei an campaignwatch@cynapsis.de.

    (Quelle: wuv.de)

  5. Wird facebook irgendwie unjung (II)

    Die Studie von >habe ich hier schon mal vorgestellt. Jetzt nimmt sich auch >blogs.wallstreetjournal.de der Altersproblematik von Facebook an. Irgendwas ist da wohl in Bewegung.

    Was ich daran bemerkenswert finde: dass so eine junge Plattform – wenn man mal Medienentwicklungen wie Rundfunk dagegenhält – schon jetzt gegen das Etikett “altes Eisen” kämpfen muss. Weil man Trends wie “Mobile” verschlafen hat. Oder weil junge Menschen einfach nicht in derselben Kneipe wie ihre Eltern feiern wollen. Gut, dass Facebook instagram gekauft hat. Das scheint hinlänglich elternfrei zu sein. Noch.

  6. Facebook wird irgendwie unjung

    Sagen laut >Garry Tan die Jungen. Deren Abstimmung läuft täglich mit der Maus. Pardon: mit der Fingerspitze. Tumblr heißt >laut einer Umfrage die Garry in seinem Blog veröffentlicht hat der Etappensieger in diesem endlosen Rennen.

    Quelle: http://blog.garrytan.com/tenth-grade-tech-trends-my-survey-data-says-s#!/

    Abb.: Social Media Nutzung zweier Altersgruppen | Quelle: >blog.garrytan.com

    Garry Tan hat dafür mit >Survata (auch eine spannender Sache: ein Service um Einblicke und Ansichten bestimmter Zielgruppen zu gewinnen) über tausend Menschen befragt, die er in zwei Altersgruppen eingeteilt hat: die 13-18jährigen und 19-25jährigen. Beide Gruppen wurden befragt, welche Services sie regelmäßig wie häufig nutzen (Mehrfachnennungen waren möglich). 

    Spannend ist, was passieren wird, wenn die Kids erwachsener werden. Nehmen sie ihre neuen Tools und die entsprechende Nutzung dann mit? Spannend auch, dass das textdominierte Twitter und das bildbasierte Instagram in der Nutzungsfrequenz der Kids gleich auf sind – bei deutlicher Mehrnutzung durch die Kids. Warum Youtube bei der Umfrage aussen vor ist, verstehe ich allerdings nicht ganz. Mit seinen Channels und Abos hat es IMHO durchaus eine Social Media Komponente.

    Dass >tumblr.com Sieger der Social Media Plattformen ist, überrascht. Zumindest uns hier in Deutschland. >Curt Harlinghausen von der AKOM 360 hat mich schon 2012 auf tumblr.com gebracht. Weswegen diese Zeilen auch hier bei tumblr zu lesen sind :) 

  7. Curiosity: Zusammen arbeiten für was auch immer

    Interessiert durch >einen Bericht in bild.de habe ich die App zum Spiel “Curiosity” heruntergeladen. Und versucht, sie in Beirieb zu nehmen. Gelungen ist mir nur ersteres. Nach dem Satz “bist du neugierig” bekam ich immer nur die Fehlermeldung “Fehler beim Verbinden mit dem Server / Retry”. Man ahnt es schon: der Klick auf Retry führt in die endlos-Loop. 

    Dieses Verhalten erlebe ich wohl nicht allein, wie ein Blick in den App-Store zeigt:

    Ich (iPhone 4GS, 5.x) scheine erstmal also raus zu sein. Mit mir mindestens 543 andere. 

    Die Idee, dass Hundertausende an einer Aufgabe arbeiten, ist als Gedankenspiel und Soziales Experiment schon reizvoll. Vielleicht wäre es mit einer anderen Aufgabe noch spannender. Die Ausführung scheint mir hakelig. Sollte ich mal auf den Srver zugreifen können, ändert sich meine Meinung. Vielleicht.

  8. Bullerei: Umgang mit einem versuchten Shitstormstart

    In Facebook kann man manchmal zusehen – und auch zurückverfolgen – wie ein Shitstorm losgetreten werden soll, welche Maßnhame was bewirkt und wie stark die Reinigungskräfte einer Fanbase sind. Ein schönes Beispiel gibt es im Augenblick hier auf der >Fanpage der Bullerei in Hamburg zu sehen. >Gerry Naughton hat am 17. Oktober:

    -> Gerry Naughton:

    Terrible experience this evening. 40 minute wait for our order because the chefs lost the ticket. Unbelievable.Osario the manager hardly seemed interested when I told him. I saw one of the chefs openly snacking on food in the kitchen too. The food was very average once it arrived and hardly worth the wait. Everyone was too casual for my liking, though the waiter was very apologetic. It was our final night which made it doubly disappointing. If it was not for the friendly people in Frank und Frie, the evening would have been a disaster. Bullerei in short, not up to the hype. Management far too irrelevant and superficial.

    Danach wogten die Postings hin und her. London gegen Hamburg, gewürzt mit etwas Beleidigungen und einer Prise Unsympathie. Aufmerksam geworden auf das Ganze bin ich durch ein >Posting von Tim Mälzer am 8. November :

    -> Dear Gerry, 

    We are very sorry that you had such an unsatisfactory experience at the Bullerei Deli. We accept your comments and criticism and apologise for our failure to make your last day in Hamburg a fantastic one. Our very late reply to your remarks here on Facebook is inexcusable. Sorry for that, too. 

    Nevertheless do we anticipate your understanding that […] 

    Kind regards, 

    Tim Mälzer

    Damit war die Fanbase zufrieden. Eigentlich ein schöner Case für persönliches Social Media Management by Bullerei.

  9. LinkedIn: schnelleres Wachstum als selbst prognostiziert

    LinkedIn hat hervorragende Geschäftszahlen vorgelegt. Mit seinen inzwischen 187 Millionen Mitgliedern wächst das berufliche Online-Netzwerk schneller als vom Management gedacht. Zudem stieg der Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 81 % auf 252 Millionen Dollar.

    Irgendwie verwunderlich, dass XING in der Marketing-Nische noch immer so fest im Sattel sitzt. Obwohl man dafür ganz undeutsch bezahlen muss.

    (Quelle: Mashable)

  10. Studie von Knallgrau.at: Welche Inhalte funktionieren in Facebook  →

    Welche Inhalte funktionieren auf Facebook? Und welche Unterschiede gibt es zwischen Consumer Brands und Retail Brands? 

    In einer neuen Studie in Zusammenarbeit mit der FH Joanneum hat vi knallgrau 100 Facebook Pages von B2C Brands aus dem deutschsprachigen Raum unter die Lupe genommen. Insgesamt wurden 2.324 Facebook Postings ausgewertet. 

    Die wichtigsten Ergebnisse gibt es in der Übersichtsgrafik:

    -> Übersichtsgrafik von Knallgrau.at

    Abbildungsquelle: >knallgrau.at/

    (Quelle: internetworld.de)

  11. Viral in die Herzen

    Social Media – nehmen wir mal Youtube mit dazu – eröffnen Marken neue Wege, ihre Produkte in Szene zu setzen. Am Besten mit Emotion und Herz. Offizieller Sponsor muss man dafür nicht mehr sein.

    Mehr Videos und eine Zusammenfassung der Kampagnen, die Olympia begleitet haben, von Olaf Kroll, Geschäftsführer der Video-Plattform >Unruly Deutschland bei >lead-digital.de

    —-
    Wenn jemand ein gutes Beispiel für Online-Werbeformen findet & filmt, freue ich mich auf einen YouTube-Link zur Video-Datei an campaignwatch@cynapsis.de.

  12. Twitter zwitschert gewollt einsamer

    Twitter war lange Zeit ein Teil des “Betriebssystem Internet”. Über seine API konnten viele Kommunikationsaufgaben einfach erledigt werden. Das trug nicht wenig zum Erfolg und vor allem zur Verbreitung der Social Media Plattform bei.

    Auf der – wahrscheinlich nicht ganz freiwilligen – Suche nach einem Geschäftsmodell und um die Abwanderung seiner Nutzer zu immer mehr spezialisierten Social Media Plattformen zu verhindern, kapselt sich Twitter immer mehr ab und kappt die Verbindungen.

    Instagram-Systemnachricht gezeigt  bei mashable.com

    >Wie mashable.com berichtet, hat Twitter schon die Verbindung zu >LinkedIn und >Instagram gekappt, es sieht so aus, als sollte auch beim Online-Magazin Flipboard die Personalisierung via Twitter abgestellt werden. 

    > der Bericht bei Internetworld.de

  13. Wer hätte das gedacht: Social Media Nutzer sind überwiegend weiblich

    In einigen sozialen Netzwerken ist die Rollenverteilung klar: Pinterest nutzen vor allem Frauen – auf Google Plus tummeln sich hauptsächlich Männer. Wie tobt der Geschlechterkampf jedoch bei “neutraleren” Plattformen wie Facebook oder Twitter? Die Infografik von >mashable zeigt, wie unterschiedlich Frauen und Männer das soziale Web nutzen.

    -> Grafik bei mashable.com

    Weiterlesen

  14. Wie werden SmartPhones Social Media verändern?

    Mobil wird auch Social Media anders genutzt als vom PC aus: Ein Viertel der Facebook Nutzer nutzen die Plattform vom SmartPhone – und sind als SmartPhone Nutzer doppelt so aktiv wie die Nutzer , die Facebook mit einem PC aufrufen.

    InfoGrafik von Flowtown.com

    (Quelle: flowtown.com)

  15. Soapboxing 2.0: Ein neuer Speakers Corner im Web

    Der Speakers’ Corner, die „Ecke der Redner“ ist im Realen Leben ein Platz am nordöstlichen Ende des Hyde Park in London. PerParlamentsbeschluss  kann hier jeder ohne Anmeldung zu einem beliebigen Thema sprechen und auf diesem Weg die Vorübergehenden um sich versammeln und erreichen - wenn er nicht über Queen oder Royal Familiy spricht. Typischerweise stellen sich die Redner auf eine mitgebrachte Kiste - oft eine Seifenkiste - um besser gesehen und gehört zu werden.  Daher kommt der Ausdruck Soapboxing. 

    Karl Marx und George Orwell haben es in der realen Welt schon getan, im Web ermöglicht es jetzt >thunderclap.it und bietet das virtuelle Seifenkistchen. Motto: one message, one number, one date:

    1. Anliegen festlegen und 
    2. Aufs Kistchen steigen und Unterstützer finden
    3. Über die nötige Hürde kommen
    4. Applaus ernten

    Thunderclip promotet nach Prüfung das Anliegen. Vielleicht ein spannender Weg für gesellschaftliche Partizipation oder ein neuer Platz für Spinner und Verschwörungstheoretiker. Das wird wohl die Moderation und die Selbstreinigungskraft der Plattform entschieden. Ich teste das mal und berichte.

    Angebunden wird das ganze mal wieder mit >Facebook Connect. Das kommt – gefühlt – immer öfter vor, wenn ich neue Services teste.

    (Quelle: digitalbuzzblog.com)